Methoden
Gruppenarbeit organisieren
Gruppen ohne Streit einteilen, die Zeit sichtbar machen und den Geräuschpegel halten. Mit Rollen, festem Ablauf und einer Auswertung, die trägt.
Die Sozialform entscheidet, wer mit wem spricht. Dieser Beitrag ordnet die vier gängigen Formen, nennt ihre Stärken und zeigt, wie der Wechsel ohne Nachfragen gelingt.
Einzelarbeit sichert, dass jede und jeder selbst denkt. Sie eignet sich zum Einlesen, zum Üben und immer dann, wenn Sie sehen wollen, wo einzelne stehen. Ihre Schwäche: Wer nicht weiterkommt, sitzt fest, bis Sie vorbeikommen.
Partnerarbeit bringt Bewegung in den Stoff, ohne dass es laut wird. Zwei Personen kommen schneller ins Sprechen als vier, und niemand kann sich herausziehen. Gruppenarbeit lohnt sich, sobald eine Aufgabe mehrere Teilschritte hat; das Verfahren dazu beschreibt der Beitrag über das Organisieren von Gruppenarbeit.
Das Plenum ist kein Ruheformat, sondern die Form für Vergleich und Klärung. Es trägt kurze Zeit; nach zehn Minuten steigen die aus, die nicht dran waren. Welche Form gerade gilt, gehört an die Tafel — dafür genügt die Anzeige der Arbeitsphase mit einem Symbol und einer Zeile Text.
Der Wechsel kostet mehr Zeit als die Arbeit selbst, wenn er nicht geübt ist. Sagen Sie vorher, was passiert: „Fünf Minuten allein, dann fünf Minuten mit dem Nachbarn, danach sammeln wir.“ Diese Ansage steht auch an der Tafel, sonst geht sie beim Tischerücken verloren.
Für das bekannteste Muster dieser Art gibt es einen fertigen Aufbau: Die Vorlage für Think-Pair-Share bringt die drei Schritte samt Zeitangaben mit; Sie tragen nur die Frage ein.
Begrenzen Sie die Zahl der Wechsel je Stunde. Zwei sind genug. Wer dreimal die Form tauscht, verbringt zehn Minuten mit Umsetzen und hat am Ende drei angefangene Ergebnisse.
Üben Sie den Wechsel einmal ohne Aufgabe, am besten in der ersten Woche mit einer neuen Lerngruppe. Zwei Durchgänge reichen, danach läuft er in unter einer Minute. Was in dieser Phase sonst noch grundgelegt wird, nennt der Beitrag über die ersten Wochen als Klassenleitung.
Eine Klasse, die vorn sieht, ob gerade allein oder zu zweit gearbeitet wird, fragt nicht nach. Das gilt besonders für Lerngruppen, in denen einzelne dem mündlichen Auftrag schwer folgen; ein Symbol am Beamer ist verlässlicher als ein Satz, der einmal fiel.
Die Anzeige wirkt zusammen mit der Zeit. Stellen Sie den Timer auf die geplante Dauer und lassen Sie beides nebeneinander stehen: Form links, Restzeit rechts. Damit beantwortet das Tafelbild die beiden häufigsten Zwischenfragen von selbst.
Für die Lautstärke gilt dasselbe Prinzip. Wenn die Form auf Partnerarbeit steht, ist Flüstern erwünscht; wechselt sie auf Einzelarbeit, wird es still. Wie Sie diesen Übergang ohne Ermahnung hinbekommen, steht im Beitrag über Stillarbeit ohne Ermahnungen.
Notieren Sie die Sozialform je Phase schon im Verlauf, nicht erst im Unterricht. Dann fällt auf, wenn eine Stunde vierzig Minuten Plenum vorsieht. Für den schriftlichen Entwurf im Vorbereitungsdienst ist diese Spalte ohnehin Pflicht; der Beitrag über das Schreiben des Unterrichtsentwurfs zeigt den Aufbau der Tabelle.
Rechnen Sie je Wechsel eine Minute ein. Das klingt wenig und ist realistisch, wenn der Ablauf sitzt — und deckt in der Planung auf, dass fünf Phasen in 45 Minuten selten aufgehen. Ob die Lehrperson dabei am Beamer arbeitet oder an der Wandtafel, ändert an dieser Rechnung nichts.
Prüfen Sie zum Schluss, ob die gewählte Form zum Ziel passt. Wenn Sie sehen wollen, wo einzelne stehen, hilft eine Gruppenarbeit nicht weiter, auch wenn sie lebendiger aussieht. Diese Gegenprobe kostet eine Minute und verhindert Stunden, die beschäftigt wirken und wenig zeigen.
Vier Formen, klare Stärken, höchstens zwei Wechsel je Stunde. Die Form gehört an die Tafel, nicht nur in die Ansage — dann fragt die Klasse nicht nach, und der Wechsel kostet keine Aufmerksamkeit.
Wer Form und Restzeit nebeneinander zeigt, beantwortet die meisten Zwischenfragen, bevor sie gestellt werden.
Redaktion ClassHelper
Die Redaktion schreibt die Beiträge dieses Blogs. Angaben zu Werkzeugen und Vorlagen stammen aus der Tafel selbst; Aussagen über andere Anbieter tragen ein Prüfdatum.
Methoden
Gruppen ohne Streit einteilen, die Zeit sichtbar machen und den Geräuschpegel halten. Mit Rollen, festem Ablauf und einer Auswertung, die trägt.
Methoden
Wie eine Stillarbeitsphase leise bleibt: klarer Auftrag, sichtbare Zeit, ein Signal für Fragen und eine Anschlussaufgabe für die Schnellen.
Methoden
Einstieg, Erarbeitung, Sicherung: wie die Phasen einer Stunde zusammenhängen, wie lange sie dauern und wie die Klasse den Stand vorn ablesen kann.