Methoden
Gruppenarbeit organisieren
Gruppen ohne Streit einteilen, die Zeit sichtbar machen und den Geräuschpegel halten. Mit Rollen, festem Ablauf und einer Auswertung, die trägt.
Die ersten Wochen entscheiden, wie das Jahr läuft. Dieser Beitrag nennt, was zuerst drankommt, was warten kann und welche Entscheidungen sich später nur mühsam zurücknehmen lassen.
Solange Sie Namen nicht sicher können, bleibt jede Ansprache unpersönlich. Lernen Sie sie in der ersten Woche, nicht im ersten Monat: Namensschilder auf den Tischen, eine Runde am Anfang jeder Stunde, und eine Sitzordnung, die Sie sich einprägen können.
Ein Sitzplan mit den Namen der Klasse hilft dabei doppelt: Sie sehen beim Blick auf den Beamer, wer wo sitzt, und Vertretungskräfte finden sich ohne Ihre Hilfe zurecht. Legen Sie ihn in der ersten Woche an und ändern Sie ihn danach nur bewusst.
Wenn Sie Namen aufrufen, tun Sie es sichtbar statt nach Gefühl. Einen Namen aus der Liste zu ziehen verteilt die Beiträge über das Halbjahr gleichmäßiger, als jede Lehrkraft es im Kopf schafft.
Sprechen Sie die Aussprache der Namen früh an, wenn Sie unsicher sind. Einmal nachfragen ist deutlich besser, als einen Namen ein halbes Jahr lang falsch zu betonen — und für die Person, um die es geht, ist es ein spürbarer Unterschied. Dasselbe gilt für Kolleginnen und Kollegen: Wer als Lehrperson neu an der Schule ist, fragt besser einmal zu viel nach als einmal zu wenig.
Bevor Sie über Regeln sprechen, legen Sie Abläufe fest: wie die Stunde beginnt, wie Material verteilt wird, was gilt, wenn jemand früher fertig ist. Diese Formen tragen den Alltag; Regeln braucht es erst für die Ausnahmen.
Üben Sie die Abläufe ausdrücklich, auch in der Sekundarstufe. Zwei Durchgänge in der ersten Woche ersparen zwanzig Ermahnungen im Oktober. Was sich an den Nahtstellen sonst noch lohnt, steht im Beitrag über den Umgang mit Unterrichtsstörungen.
Schreiben Sie die Abläufe für sich selbst auf, sonst weichen sie nach zwei Wochen unbemerkt auf. Drei Zeilen je Ablauf reichen, und Sie merken beim Schreiben, wo noch eine Entscheidung fehlt — etwa, was mit Material geschieht, das jemand vergessen hat.
Eine feste Übersicht am Beamer hilft der ganzen Klasse: der Tagesplan zeigt die Stunden des Tages, inklusive Besonderheiten wie Raumwechsel oder Sportzeug.
In der zweiten oder dritten Woche ist die Klasse so weit, Vereinbarungen auszuhandeln. Früher fehlt die gemeinsame Erfahrung, später sind Gewohnheiten entstanden, die Sie dann zurücknehmen müssten.
Halten Sie die Zahl klein und die Sätze beobachtbar. Das Verfahren beschreibt der Beitrag über das Erstellen von Klassenregeln Schritt für Schritt; für die Fassung an der Tafel gibt es die Vorlage für Klassenregeln.
Kündigen Sie an, dass Sie nach dem ersten Quartal noch einmal darauf schauen. Das nimmt der Runde die Endgültigkeit und macht es leichter, später eine Regel zu streichen, die sich als überflüssig erwiesen hat.
Schreiben Sie den Eltern in der ersten Woche, auch wenn nichts vorgefallen ist. Ein kurzer Text mit Ihrem Namen, dem Weg zu Ihnen und dem Termin des ersten Elternabends nimmt Unsicherheit auf beiden Seiten. Für den Elternabend selbst genügt ein ruhiges Tafelbild mit den Punkten der Tagesordnung; die Werkzeuge für die digitale Tafel laufen im Browser, auch am Rechner im Mehrzweckraum.
Klären Sie im Kollegium, wer diese Klasse noch unterrichtet und was dort vereinbart ist. Unterschiedliche Abläufe in derselben Lerngruppe kosten mehr Kraft als jede einzelne Regel.
Für den Morgen in der Grundschule lohnt zusätzlich ein festes Ritual; Vorschläge dazu stehen im Beitrag über einen Morgenkreis in zwölf Minuten. In der Sekundarstufe übernimmt diese Rolle meist eine kurze Ansage zu Beginn der ersten Stunde — kürzer, aber ebenso verlässlich.
Namen in Woche eins, Abläufe vor Regeln, Vereinbarungen in Woche zwei oder drei, Kontakt zu Eltern und Kollegium von Anfang an.
Was in den ersten Wochen sitzt, müssen Sie im Rest des Jahres nicht durchsetzen. Das ist der ganze Vorteil dieser Reihenfolge.
Redaktion ClassHelper
Die Redaktion schreibt die Beiträge dieses Blogs. Angaben zu Werkzeugen und Vorlagen stammen aus der Tafel selbst; Aussagen über andere Anbieter tragen ein Prüfdatum.
Methoden
Gruppen ohne Streit einteilen, die Zeit sichtbar machen und den Geräuschpegel halten. Mit Rollen, festem Ablauf und einer Auswertung, die trägt.
Klassenführung
Die Grundlagen der Klassenführung: Präsenz im Raum, verlässliche Abläufe, wenige Regeln und ein ruhiger Umgang mit dem, was dazwischenkommt.
Klassenführung
Wie Sie mit der Klasse vier bis fünf Regeln festlegen, sie an der Tafel sichtbar halten und bei einem Verstoß ruhig darauf zurückkommen.