Methoden
Gruppenarbeit organisieren
Gruppen ohne Streit einteilen, die Zeit sichtbar machen und den Geräuschpegel halten. Mit Rollen, festem Ablauf und einer Auswertung, die trägt.
Eine Stillarbeitsphase bleibt selten von selbst still. Dieser Beitrag zeigt vier Stellschrauben, die zusammen mehr bewirken als jede Ermahnung: Auftrag, Zeit, Signal und Anschluss.
Die meisten Fragen in den ersten zwei Minuten sind Rückfragen zum Auftrag. Schreiben Sie ihn deshalb an die Tafel, in drei Zeilen: Was ist zu tun, wie lange, was gilt als fertig. Ein mündlicher Auftrag reicht bei kaum einer Lerngruppe.
Dass es leise bleiben soll, gehört dazu und wird am besten sichtbar gemacht statt gesagt: die Lärmampel zeigt die Lautstärke am Beamer und schlägt aus, bevor Sie den ersten Satz sagen müssen. Die Klasse reguliert sich damit häufig selbst, weil die Rückmeldung sofort kommt und niemanden persönlich adressiert.
Beim ersten Mal besprechen Sie die Anzeige kurz mit der Klasse: wofür die Farben stehen und dass sie kein Urteil ist. Danach braucht es keine Erklärung mehr.
Halten Sie den Auftrag dort, wo er während der ganzen Phase stehen bleibt. Ein Auftrag, den Sie nach zwei Minuten wegklicken, weil etwas anderes gebraucht wird, erzeugt genau die Rückfragen, die Sie vermeiden wollten. Die Anzeige der Arbeitsphase daneben zeigt zusätzlich, dass gerade allein gearbeitet wird und nicht zu zweit.
Ein vages „noch ein bisschen“ ist keine Zeitangabe. Stellen Sie den Timer auf die geplante Dauer und lassen Sie ihn laufen. Wer selbst sehen kann, wie viel bleibt, fragt nicht und teilt sich die Arbeit besser ein.
Planen Sie kürzer, als Sie denken. Zehn Minuten konzentrierte Arbeit sind mehr wert als zwanzig Minuten, in denen die letzten fünf mit Warten vergehen. Verlängern lässt sich immer, verkürzen wirkt wie ein Abbruch.
Für wiederkehrende Lesezeiten lohnt ein fester Aufbau: Die Vorlage für die Lesezeit bringt Auftrag, Dauer und Regeln mit, sodass Sie nur noch starten.
Wenn jede Frage laut gestellt wird, ist die Phase nach drei Fragen vorbei. Vereinbaren Sie ein stilles Zeichen: eine Karte auf dem Tisch, eine erhobene Hand ohne Ruf, ein Platz am Pult. Die Lehrperson geht dann herum und klärt einzeln, statt vorn zu antworten.
Ein Sonderfall sind Fragen, die mehrere betreffen. Sammeln Sie diese und beantworten Sie sie gebündelt nach Ablauf der Zeit, statt die Phase dreimal zu unterbrechen. Was sonst an Nahtstellen hilft, steht im Beitrag über den Umgang mit Unterrichtsstörungen.
Die häufigste Ursache für Unruhe im letzten Drittel sind die, die fertig sind. Legen Sie eine Anschlussaufgabe fest, die immer gilt: weiterlesen, eine Zusatzaufgabe, das Ergebnis noch einmal prüfen. Sie muss nicht spannend sein, nur verlässlich vorhanden.
Wechseln Sie danach bewusst in die nächste Form, statt die Phase auslaufen zu lassen. Welche Form wann passt und wie der Übergang gelingt, ordnet der Beitrag über die Sozialformen im Unterricht ein.
Wer regelmäßig deutlich früher fertig ist, braucht keine Zusatzaufgabe, sondern eine andere. Notieren Sie sich das; es ist eine Information über die Aufgabe, nicht über das Arbeitstempo.
Stillarbeit lohnt sich überall dort, wo jede Person selbst schreiben oder rechnen muss — und gerade dann, wenn die Stunde davor laut war. Eine ruhige Phase nach einer Gruppenarbeit wirkt wie ein Absatz im Text: Sie ordnet, was vorher entstanden ist.
In der Grundschule bleiben zehn Minuten realistisch, in der Oberstufe zwanzig. Wenn die Phase regelmäßig früher auseinanderfällt, liegt es meist an der Länge und nicht an der Klasse; wie sich die Abschnitte einer Stunde sinnvoll bemessen, zeigt der Beitrag über die Phasen einer Unterrichtsstunde.
Auftrag an der Tafel, Restzeit sichtbar, ein stilles Zeichen für Fragen und eine Anschlussaufgabe für die Schnellen: vier Stellschrauben, die zusammenwirken.
Wer eine davon weglässt, merkt es meist im letzten Drittel der Phase. Dann ist die Ursache selten die Klasse, sondern die fehlende Stellschraube.
Redaktion ClassHelper
Die Redaktion schreibt die Beiträge dieses Blogs. Angaben zu Werkzeugen und Vorlagen stammen aus der Tafel selbst; Aussagen über andere Anbieter tragen ein Prüfdatum.
Methoden
Gruppen ohne Streit einteilen, die Zeit sichtbar machen und den Geräuschpegel halten. Mit Rollen, festem Ablauf und einer Auswertung, die trägt.
Methoden
Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und Plenum: wann welche Form passt, wie Sie wechseln und warum die Klasse es vorn sehen sollte.
Methoden
Einstieg, Erarbeitung, Sicherung: wie die Phasen einer Stunde zusammenhängen, wie lange sie dauern und wie die Klasse den Stand vorn ablesen kann.