Referendariat
Die Lehrprobe: Ablauf und Zeiteinteilung
Wie eine Lehrprobe abläuft, wie Sie die Zeit einteilen, die Struktur sichtbar machen und was Sie am Tag davor noch vorbereiten sollten.
Ein Unterrichtsbesuch wird planbar, wenn die Vorbereitung in Schritten läuft. Dieser Beitrag nennt die Reihenfolge von der Themenwahl bis zum Durchgang am Vorabend.
Nehmen Sie ein Thema, bei dem die Klasse etwas tun kann, und nicht das schwierigste der Reihe. Eine Stunde, in der zwanzig Minuten erarbeitet wird, zeigt mehr über Ihren Unterricht als eine, in der Sie vierzig Minuten erklären.
Klären Sie früh, wo die Stunde in der Reihe steht. Die Einordnung gehört in den Entwurf und in das Vorgespräch; wie der Entwurf aufgebaut wird, beschreibt der Beitrag über das Schreiben des Unterrichtsentwurfs.
Legen Sie parallel fest, was die Klasse vorn sehen soll. Die Anzeige der Arbeitsphase macht den Stand der Stunde sichtbar, ohne dass Sie ihn ansagen — das entlastet gerade in der angespannten Situation eines Besuchs.
Teilen Sie die 45 Minuten in drei Blöcke und schreiben Sie die Minuten dazu. Rechnen Sie zwei Minuten für das Ankommen und eine je Übergang; was übrig bleibt, ist der Puffer. Die Einteilung im Einzelnen steht im Beitrag über die Lehrprobe und ihren Ablauf.
Damit der Plan in der Stunde auch hält, gehört die Zeit an die Tafel: der Timer für die Arbeitsphase zeigt der Klasse die Restzeit, und Sie müssen nicht ständig auf die Uhr sehen.
Legen Sie zwei Ausstiege fest, einen kurzen und einen langen. Beide in den Entwurf; dann ist ein Wechsel eine Entscheidung und kein Versehen.
Wenn die Stunde Gruppen vorsieht, klären Sie die Einteilung vorher. Ein sichtbares Verfahren wie die zufällige Einteilung der Gruppen spart die Diskussion und wirkt im Besuch geordneter als eine Ansage nach Gefühl. Wie Rollen und Ablauf dazugehören, beschreibt der Beitrag über das Organisieren von Gruppenarbeit.
Bauen Sie das Tafelbild am Vortag auf und speichern Sie es. Zwei bis drei Elemente reichen: Auftrag, Zeit, Phase. Ein überladenes Bild lenkt ab und wirkt in der Nachbesprechung als Planungsfrage.
Für den Schluss lohnt ein fester Aufbau, weil er auch dann trägt, wenn es knapp wird: Die Vorlage für den Stundenabschluss hält Platz für Ergebnis, Hausaufgabe und Ausblick.
Prüfen Sie den Raum, in dem die Stunde stattfindet, nicht einen ähnlichen. Beamer anschalten, Bild aufrufen, Schriftgröße von der letzten Reihe aus ansehen. Ein Lesezeichen auf dem Rechner spart am Morgen das Tippen. Steht im Schulzimmer zusätzlich eine Wandtafel, legen Sie vorher fest, was dort und was am Beamer erscheint.
Gehen Sie den Verlauf danach einmal laut durch und stoppen Sie die Anmoderationen. Was länger als zwei Sätze braucht, kürzen Sie. Legen Sie Material und Zugänge bereit, dann ist am Tag selbst nichts mehr zu suchen.
Sagen Sie der Klasse vorher, dass Besuch kommt und was das bedeutet: Es wird zugeschaut, es wird nicht benotet, der Ablauf bleibt wie sonst. Klassen, die das wissen, verhalten sich ruhiger als solche, die überrascht werden.
Ändern Sie für den Besuch nichts an den Abläufen, die sonst gelten. Eine Klasse, die plötzlich ein neues Verfahren lernen soll, braucht genau dafür die Zeit, die in der Erarbeitung fehlt. Welche Abläufe im Alltag tragen, ordnet der Beitrag über die Grundlagen der Klassenführung ein.
Das gilt auch für die Anzeigen an der Tafel. Wenn Ihre Klasse die Lärmampel für den Geräuschpegel kennt, lassen Sie sie laufen wie sonst; wenn sie neu ist, führen Sie sie nicht am Tag des Besuchs ein. Für die Klasse zählt die Gewohnheit, nicht der Eindruck.
Thema mit Handlungsanteil, drei Blöcke mit Puffer und zwei Ausstiegen, ruhiges Tafelbild, geprüfte Technik, ein lauter Durchgang am Vorabend, eine kurz informierte Klasse.
Was vorbereitet ist, müssen Sie in der Stunde nicht entscheiden. Genau das schafft den Spielraum, den ein Besuch braucht.
Redaktion ClassHelper
Die Redaktion schreibt die Beiträge dieses Blogs. Angaben zu Werkzeugen und Vorlagen stammen aus der Tafel selbst; Aussagen über andere Anbieter tragen ein Prüfdatum.
Referendariat
Wie eine Lehrprobe abläuft, wie Sie die Zeit einteilen, die Struktur sichtbar machen und was Sie am Tag davor noch vorbereiten sollten.
Referendariat
Aufbau, Verlaufsplanung und Minutenangaben für den schriftlichen Entwurf im Vorbereitungsdienst, mit einem Muster für die Tabelle und dem Weg zur Tafel.
Methoden
Gruppen ohne Streit einteilen, die Zeit sichtbar machen und den Geräuschpegel halten. Mit Rollen, festem Ablauf und einer Auswertung, die trägt.